Wir starteten unseren Dienstag eine halbe Stunde eher als Katharina, um für ihren heutigen Geburtstag noch schnell eine Erdnussbuter-Toast-Torte zu kreieren und eine Achtzehn in die zweite Mango vom Markt zu ritzen.

Nach der gelungenen Überraschung und einem reichlichen Frühstück machten wir uns auf, um am Unterricht teilzunehmen. Wir alle fühlten uns tief verbunden mit dem Geschichtslehrer, der in voller Leidenschaft sein Thema den Schülern vermittelt (Wir freuen uns schon auf die nächste Geschichtsstunde).

Danach in der Frühstückspause gingen wir in die dortige Mensa, eine riesige Halle. Wir alle machten den Fehler, den mit Tee gesättigten Zucker zu trinken (Diabetes lässt grüßen).
Es folgte ein Rundgang über das Schulgelände, bei dem wir unter anderem die hauseigene Bäckerei und Bibliothek besichtigten. Ein weiteres Highlight des Tages war die schulinterne Farm, wo wir sowohl die Hühner als auch Kühe und Schweine antrafen, die es dann wiederum zum Abendbrot gab.


Am Nachmittag fuhren wir mit dem Minibus zu den Brothers of Charity von Dodoma. Dort leben knapp vierzig geistig und körperlich behinderte Männer zwischen zehn und achtzig Jahren.
Zwar war es schwer, sich mit ihnen zu unterhalten, aber wir lernten, dass man auch ohne die gleiche Sprache zu sprechen Menschen glücklich machen kann. Nach etwa zwei Stunden Singen, Tanzen und viel Spaß ging es zurück in die Schule.

Vor dem Abendessen spielten wir Frisbee und Basketball auf dem Schulhof. Es fühlte sich ein bisschen komisch an, da wir von knapp hundert Schülern von ihren Balkonen aus beobachtet wurden. Wir hatten trotzdem unseren Spaß und einige Schüler schlossen sich unserem Spiel an.
Am Abend feierten wir Katharinas Geburtstag noch einmal auf traditionell tansanische Art, indem wir sie mit Wasser übergossen (den Sand, mit dem die tansanischen Geburtstagskinder normalerweise noch beworfen werden, ersparten wir ihr). Nachdem es noch eine deutsche Schokoladenverkostung für unsere Austauschpartner gab, verkrochen wir uns unter unsere Moskitonetze.
