Mittwoch, 13.02.

Endlich mal ein Tag, an dem wir alle ausschlafen konnten, wobei ausschlafen hier 7 Uhr aufstehen bedeutet. Kurz vor acht starteten wir in die Schule und besuchten diesmal die Fächer Economics, Physik und Geographie, bevor wir uns dann alle wieder bei unserem Lieblingslehrer in Geschichte wiedertrafen. Den “Karies-Tee” rührten wir diesmal lieber nicht an. Vor der Mittagspause teilten wir uns noch einmal auf die Fächer Englisch und Chemie auf. 

Gestärkt vom Mittagessen, dem traditionellem Bohneneintopf und dem Pommes-Ei-Omlett, ging es auf zur letzten Unterrichtsstunde, General Studies (eine Art Allgemeinbildungsunterricht). Es war extrem lustig, aber weniger wegen des Themas, sondern mehr wegen des extrem afrikanischen Akzents des Lehrers. Wenn er nicht gerade wie ein Wasserfall und aus vollem Herzen über seine Aufgabenstellung redete, diskutierten wir in kleinen Gruppen über die Themen Konflikt, sowie Frieden und Verständigung zwischen Ländern.

Nach dem Unterricht blieben wir noch fast zwei Stunden im Klassenzimmer und unterhielten uns mit vielen verschiedenen Schülern. Hendrik gönnte sich ein paar Tipps vom Starfotografen der Schule, der berühmt für seine Modelbilder auf Instagram ist. Außerdem tauschten wir uns über Regeln an unseren Schulen aus. In der St Peter Claver High School darf keiner elektronische Geräte besitzen, jeden Tag müssen die Schüler um vier Uhr aufstehen und die Messe besuchen, sowohl Mädchen als auch Jungen müssen sich die Haare komplett abrasieren, morgens werden die Zimmer, Schuluniformen und Fingernägel der Schüler auf ihre Ordentlichkeit überprüft und Musikhören ist nur am Wochenende erlaubt. Trotzdem scheinen die Schüler hier sehr glücklich zu sein, auf diese Schule zu gehen und Bildung genießen zu dürfen.

Heute lernten wir auch die vierte Austauschschülerin, Caroline, kennen. Das vollständige Quartett zeigte uns ihre Unterkunft im Internat. Es gibt jeweils zwei Häuser für die Jungs und Mädchen und pro Zimmern leben vier Schüler zusammen. Das Verwirrende war nur, dass die Zimmer nicht mal Türen hatten, Privatsphäre ist hier also eher ein Fremdwort.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir heute echt viele neue Leute kennengelernt haben. Es ist zwar manchmal wirklich ziemlich schwierig, das Englisch hier zu verstehen, aber beim vierten Mal Nachfragen klappt es dann meistens und wenn nicht, ist Lächeln und einfach Nicken auch immer eine Lösung. Eine weitere Erkenntnis des heutigen Tages war, dass hier wirklich alle unsere Haare lieben, da hier ja keiner lange Haare hat. Besonders auf Franz und seine Löwenmähne (die hoffentlich bald abkommt) haben es die Schüler abgesehen.

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