Samstag, 16.02.

Ganz nach dem Motto „der frühe Vogel fängt den Wurm” wurden wir morgens wie immer durch lärmendes Gezwitscher geweckt. Auf dem Programm für den heutigen Vormittag stand der Besuch der privaten Farm des ehemaligen Ministerpräsidenten. Auch diesmal war unser Ziel wieder nur über die unbefestigten Schotterpisten zu erreichen. Das Frühstück machte sich auf der rasanten Fahrt direkt wieder bemerkbar. Zu einer kostenlosen Achterbahnfahrt sagt man aber trotzdem nie nein…

Angekommen auf dem Anwesen des Ministerpräsidenten warteten wir ewig auf unseren persönlichen Babysitter. Dieser Sicherheitsmann musste uns nämlich während unseres gesamten Rundgangs mit Adleraugen beobachten. Die Wartezeit vertrieben wir uns mit körperlichen Ertüchtigungen auf einem alten Kinderspielplatz. Vom quietschenden Karussell über die wackeligen Schaukeln bis hin zur klapprigen Wippe war alles dabei (TÜV-geprüft natürlich!). Vom Geräusch der rostigen Schaukeln angelockt stieß dann auch endlich der Sicherheitsmann zu uns und wir starteten die Besichtigung.

Vorbei an den hungrigen Barschen und den gackernden Hühnern landeten wir schließlich im Rinderstall. Gleich im Anschluss machten wir auch Bekanntschaft mit zwei Schildkröten, die wir sofort „vernaschten“. Gesättigt von dem reichlichen, wenn auch relativ schwer zu essenden Mahl liefen wir weiter über die Plantagen der Obstbäume, vorbei am brennenden Dornbusch (Hendrik nutze diese biblische Szene direkt für ein kleines Fotoshooting) bis hin zum Maisfeld.

Da der kleine Snack zwischendurch nicht genug war, fuhren wir danach in den Stadtteil Msalato und besuchten einen Markt. Der Name täuschte jedoch. Neben wenigen Gemüse- und Kleidungsständen war es hauptsächlich ein Fleischmarkt. Nachdem wir die grasenden Tierchen und das Schlachthaus mit blutroter Abflussrinne genau unter die Lupe genommen hatten, gab es endlich wieder Essen. Leider mussten wir fast eineinhalb Stunden warten, da unsere Nahrung noch gefangen, gerupft und gebraten werden musste. Neben dem Fleisch gab es übrigens noch Fleisch und als Beilage zur Abwechslung Fleisch. Drei Teller später tuckerten wir zurück in unsere Unterkunft.

Da wir noch Zeit hatten, bevor es zum Abend erstmal eine ordentliche Portion Fleisch gab (Katha hatte natürlich schon wieder Hunger), wurde uns noch ein Kieselsteinwerfspiel von unseren Austauschpartnern beigebracht. Den Abend wollten wir eigentlich mit einem Filmabend beenden, doch der Strom spielte nicht ganz mit. Den gestreamten Mitschnitt von „Black Panther” mit spanischem Untertitel mussten wir dann wegen der häufigen Stromausfälle leider doch frühzeitig beenden und beschlossen, einfach ins Bett zu gehen, um unserem Schlafmangel auszugleichen.

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