Donnerstag, 21.02.

Die afrikanische Pünktlichkeit machte uns auch diesen Morgen wieder zu schaffen. Um acht Uhr plus eine Stunde rollte der Minibus los Richtung Stadtzentrum, wo die Shoppingtour begann. Wir schlenderten über den Markt vorbei an Bügeleisen, Colgate- Zahnpasta, Kleider für Damen mit ausladenden Hüften, vielen Döschen mit ominösem Pulver, Hanteln zum Pumpen und vielen weiteren Kleinigkeiten. Fündig wurden wir vor allem auf dem Lebensmittelmarkt, wo wir uns neben frischem Obst erstmal mit diversen Gewürzen eindeckten.

Den Geruch der Gewürze in der Nase ging es weiter zum zweiten Markt. Hier gab es vor allem Stoffe und Kleidung. Zur heutigen Shoppingqueen von Dodoma wurde mit einem deutlichen Punktevorsprung Hendrik gekürt. Es war etwas schwer, für ihn ein passendes Hemd zu finden, ohne dass es gleich beim ersten Mal Arme anheben zerreißt. „Less push ups a day would keep this problem away.“ Schlussendlich fand er trotzdem das perfekte Item und verliebte sich sofort in seinen neuen Style. Auch die anderen kauften sich Sandalen, Ohrringe und kunterbunte Stoffe. Die Muttis dürfen sich jetzt schonmal aufs Nähen freuen xD. Nach der vierstündigen Shoppingtour rasten wir ausgehungert zum Mittagessen.

Am Nachmittag gab es noch einmal die Gelegenheit, schwimmen zu gehen. Doch als wir die Anlage erreichten, war das Wasser völlig grün und kein einziger Badegast weit und breit zu sehen. Der Grund dafür war wahrscheinlich der extreme Regen der letzten Tage. Uns störte das aber nicht und wir sprangen voller Freude in die giftgrüne Brühe. Nur das ständigen Ausweichen vor den vielen toten Spinnen, Käfern und nicht identifizierbaren Gebilden war etwas nervig. Wir hatten richtig viel Platz, unsere Flossen zu bewegen. Das ganze nannte sich dann „Hendrik und die drei Meerjungfrauen“. Nebenwirkungen hatte die komische Veränderung des Wassers eigentlich nicht, wenn man mal von einer Person absieht. (siehe Bild…).

Der Tag neigte sich dem Ende entgegen, doch wir hatten noch einen letzten Termin offen. Angekommen beim Haarstylisten wurde Judith sogleich in einen Stuhl gedrückt und die Frisöse begann voller Enthusiasmus, ihre Haare zu flechten. Sie freute sich wie ein kleines Kind, wahrscheinlich weil sie noch nie vorher solch weiches Haar berühren durfte. Völlig hibbelig durch die ganze Aufregung musst sie gleich zweimal neu ansetzen, bevor nach 30 Minuten dann doch ein wunderschönes Ergebnis entstand. Das Stylen kostete insgesamt sage und schreibe 80 Cent, doch wir waren gaben der jungen Dame ein Trinkgeld von 150%, worüber sie sich wahnsinnig freute. In Deutschland sollte man das lieber nicht tun, wenn man nicht unbedingt im dreistelligen Bereich landen will…

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